Weingut Paul Weltner

Seit dem Jahre 1553 betreibt die Familie Weltner Weinbau; seit vier Generationen im ältesten Weingut des Ortes Rödelsee am Steigerwald. Im Jahr 2005 hat Paul Weltner komplett die Verantwortung für die Weine des elterlichen Weinguts übernommen, an denen er jedoch seit dem Jahrgang 2000 intensiv mitgearbeitet hatte. Mit über 50% der gesamten Anbaufläche spielt die Rebsorte Sylvaner (hier extra in der alten, traditionellen Schreibweise geführt) für Paul Weltner eine ganz herausgehobene Rolle. Die fränkische Rebsorte schlechthin, auf die bereits der Urgroßvater den Betriebsschwerpunkt legte. Gerade die besonderen Böden Frankens im Allgemeinen und Lagen im Bereich Rödelsee im Besonderen, bieten für diese Rebsorte allerbeste Bedingungen. Der „Hoffnungsträger der neuen fränkischen Winzergeneration“ fand nach seiner Küferlehre und der Ausbildung zum Winzer in den namhaften Pfälzer Winzern Hansjörg Rebholz und Hans-Günter Schwarz zwei erfahrene Lehrmeister. Unverfälschte, individuelle Weine waren von Anbeginn sein Ziel. Auch dass besonders der Sylvaner den vielschichtigen Mineralienmix der schweren Keuperböden zum Ausdruck bringen kann, wusste er - gerade aus den Paradelagen „Schwanleite“, „Küchenmeister“ und „Iphofer Julius-Echter-Berg“. Wie Paul Weltner selbst sagt: „Wir produzieren Weine, die Ansprüche an ihre Genießer stellen. Sehr individuell und fordernd, nichts für Einsteiger. Kein Korb voller Südfrüchte, sondern eigensinnig und hochkomplex.“ Das gefällt mir! Doch nicht nur mit Sylvaner kann er’s, auch mit Scheurebe, Weißburgunder und dem Sauvignon Blanc. Paul Weltner führt für mich das momentan spannendste fränkische Weingut. Zur Zusammenarbeit hat eine begeisternde Vertikalprobe mit Weinen von 2010 bis zurück ins Jahr 1988 geführt. Dabei wurde eindrücklich deutlich: Auf dem Weingut Weltner schlüpfen keine deutschen Eintagsfliegen, die Weltners erzeugen Weine mit beachtlichem Potential.